„Movember“ – Männergesundheit ist wichtig!

Wie Sie mit einer starken Beckenmuskulatur Ihre Harninkontinenz nach einer Prostatakrebsoperation wieder in den Griff bekommen

 

Unter dem Motto „Movember“ steht der November ganz im Zeichen der Männergesundheit. Ins Leben gerufen wurde dieser Aktionsmonat von der gleichnamigen Stiftung Movember, die sich als einzige Organisation weltweit das ganze Jahr für Männergesundheit einsetzt. Auch wenn der November nun fast vorbei ist, möchten wir diese schöne Aktion aufgreifen und der Männergesundheit einen besonderen Platz geben.

Ein besonders sensibles Thema für Männer ist dabei die Prostata sowie alle damit einhergehenden Operationen und Folgen. Wir finden, dass es an der Zeit ist, offen darüber zu sprechen. Denn nur, wenn Sie sich der Zusammenhänge, wie ihre Prostata funktioniert und reagiert, bewusst sind, können Sie entsprechend handeln.

 

Wussten Sie das? 

  • Jedes Jahr erkranken an Prostatakrebs etwa 60.000 Männer in Deutschland.1
  • Nur ein Drittel der betroffenen Patienten verlassen die Klinik nach einer REHA kontinent.2
  • Jeder 10. Mann in Deutschland ist von Harninkontinenz betroffen

 

Die Prostata und ihre Funktion

Die Prostata ist das männliche Fortpflanzungsorgan. Ihre Hauptfunktion ist die Sekretbildung, die – vereinfacht gesprochen – dafür sorgt, dass das Sperma flüssig ist. Außerdem sorgen die Muskeln der Prostata dafür, dass die Samenflüssigkeit während der Ejakulation in die Harnröhre gelangt.

 

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Tumorerkrankung bei Männern. Jedes Jahr erkranken daran etwa 60.000 Männer.1 Er entsteht durch unkontrolliertes Zellwachstum in der Prostata. Setzt die Behandlung früh genug ein, ist Prostatakrebs derzeit glücklicherweise eine der am besten zu behandelnden Krebsarten. Sofern sich der Krebs noch nicht über die Prostata hinaus ausgebreitet hat, ist eine Operation die übliche Behandlungsmethode. Die radikale Prostatektomie – also die komplette Entfernung der Prostata – zählt dabei zu den häufigsten Operationsmethoden. Zu den Folgen einer solchen Operation gehört neben einer erektilen Dysfunktion sehr häufig auch die Harninkontinenz.

Harninkontinenz

Harninkontinenz – auch als Blasenschwäche bekannt – ist eine lästige Nebenwirkung nach einer Prostataoperation. Studien zeigen, dass rund zwei Drittel der Patienten trotz REHA-Maßnahmen auch drei Monate nach einer Operation noch ungewollt Harn verlieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nur ein Drittel der betroffenen Patienten die Klinik nach einer entsprechenden REHA-Maßnahme kontinent verlassen.2

Es lassen sich drei Arten männlicher Inkontinenz unterscheiden

  1. Belastungsinkontinenz (oder Stressinkontinenz):

    Die Betroffenen verlieren ungewollt Harn, wenn sie Husten, Lachen oder Niesen. Die Belastungsinkontinenz ist die häufigste Nebenwirkung nach Prostataoperationen, da die Prostata und ein Teil des umliegenden Gewebes entfernt wurden. Schäden an den Stützstrukturen und Nerven sorgen dafür, dass man dem Blasendruck nicht standhalten kann und die Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur verliert.

  2. Überlaufinkontinenz:

    Männer, die unter einer Überlaufinkontinenz leiden, haben Schwierigkeiten, ihre Blase zu entleeren. Es können nur kleinste Harnmengen abgelassen werden, obwohl die Blase gefüllt ist. Ursache dafür ist in der Regel, dass wucherndes Narbengewebe die Harnröhre verengt.

  3. Dranginkontinenz:

    Betroffene verspüren einen plötzlichen Drang, Harn zu lassen – sogar, wenn sie schlafen. Dranginkontinenz entsteht bei einer sehr empfindlichen Blase, die nicht mehr in der Lage ist, sich zu dehnen, wenn sie sich mit Harn füllt.

 

Wie lange dauert es, um Harninkontinenz nach einer Prostataoperation zu überwinden?

Harninkontinenz ist oftmals eine Begleiterscheinung nach Prostataoperationen. Es kann zu den größten Herausforderungen zählen, diese Inkontinenz im Rahmen des Gesundungsprozesses wieder zu beseitigen. Da die Nebenwirkungen in ihrer Intensität je nach Patient variieren können, ist auch die Genesungszeit unterschiedlich. Es kann bis zu 24 Monaten dauern, bis die komplette Kontrolle über die Blase zurück gewonnen wird. Ein kleiner Prozentsatz der Patienten leidet an einer permanenten Inkontinenz.

Auswirkungen der Harninkontinenz auf die Lebensqualität

Obwohl jeder 10. Mann in Deutschland von Harninkontinenz betroffen ist, zählt Blasenschwäche zu den großen Tabuthemen unserer Zeit. Viele Betroffene ändern ihr alltägliches Verhalten und verzichten auf Sport, Hobbies und soziale Kontakte. Insbesondere Partnerschaften und das Sexualleben werden stark beeinträchtigt. Daher ist es von großer Bedeutung, das Thema aktiv anzusprechen, Therapiemöglichkeiten aufzuzeigen und den Leidtragenden Kontrolle und Selbstvertrauen zurückzugeben.

 

Behandlung von Harninkontinenz durch Stärkung der Beckenbodenmuskulatur

Die meisten Männer wissen gar nicht, dass sie – genau wie Frauen – auch eine Beckenbodenmuskulatur haben. Und die ist unter anderem auch dafür verantwortlich, dass die Blase kontrolliert werden kann. Durch gezieltes Training dieses Muskelbereichs kann auch die Kontrolle über die Blase zurück erlangt werden.

Um den Beckenboden zu stärken und damit der Inkontinenz bei Männern nach Prostataoperationen entgegen zu wirken, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Beckenboden-Übungen

    Mit einem gezielten Beckenbodentraining wird die Beckenbodenmuskulatur durch Kontraktions- und Entspannungsübungen gestärkt und gestrafft. Ein solches Training muss mehrfach am Tag über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden. Eine Studie von Van Kampen et al. ergab, dass 88 Prozent der Männer, die Beckenbodentraining durchführten, bereits drei Monate nach ihrer Prostatektomie vollständig kontinent waren. Bei Betroffenen, die sich nicht an solchen Übungen beteiligten, waren nur 56 Prozent nach drei Monaten bereits wieder kontinent.3

  2. Biofeedback

    Biofeedbackgeräte werden rektal eingesetzt und messen die jeweilige Muskelanspannung während des Beckenbodentrainings. So wird ein feinfühliges Trainieren ermöglicht, das die Muskulatur weder über- noch unterfordert. Der Betroffene ist damit in der Lage, die Muskulatur selbstständig, korrekt und langfristig zu stärken.

  3. Beckenbodenstimulation

    Die elektrische Muskelstimulation (EMS) stärkt die Beckenbodenmuskulatur sanft, indem sie die Muskeln im Beckenboden über die Nervenzellen zum Kontrahieren anregt (Automatisierung der bereits erwähnten manuellen Beckenbodenübungen). Mit Hilfe des INNOVO®-Trainingsgerätes und den dazugehörigen Manschetten mit integrierten Haftpads (die auf Oberschenkel und Gesäß liegen) werden elektrische Impulse gesendet, um eine zielgerichtete und effektive Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur zu bewirken. Dabei handelt es sich um eine bewährte Technologie, die entwickelt wurde, um den Beckenboden mit 180 perfekten Kontraktionen pro Sitzung zu stärken. Die regelmäßige Anwendung dieses Zyklus aus Kontraktions- und Entspannungsphasen trägt dazu bei, den Beckenboden-Muskeltonus, seine Kraft, Ausdauer und damit auch die Kontrolle über die Blase zu verbessern. Während der Sitzungen spüren die Anwender, wie die gesamte Beckenbodenmuskulatur trainiert wird, ohne dass sie selbst aktiv werden müssen. Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, bereits vor einer Prostata-Operation mit dem Beckenbodentraining zu beginnen, da sich ein vorher bereits trainierter Muskel schneller regeneriert als ein untrainierter. Daher lohnt es sich, so früh wie möglich über eine präventive Stärkung der Beckenbodenmuskulatur mit INNOVO® nachzudenken.

 

Das Training kann ganz bequem und entspannt zu Hause durchgeführt werden, während Sie dabei ein gutes Buch lesen oder einen Film ansehen.

 

Erfahren Sie mehr über INNOVO® für Männer unter:

https://www.restorethefloor.com/de/innovo-fuer-maenner

 

 

 

1 http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Prostatakrebs/prostatakrebs_node.html

2 http://www.wpz-koeln.de/de/news/aktuelle-meldungen/325-wie-haeufig-inkontinent-nach-op.html

3 Van Kampen M, De Weerdt W, Van Poppel H, et al. Effect of pelvic-floor re-education on duration and degree of incontinence after radical prostatectomy: a randomised controlled trial. Lancet. 2000; 355:98–102

4 http://symptomat.de/Prostatakrebs_(Prostatakarzinom)